meine vampir-kollegen

25. Februar 2026 - Lesezeit: 2 Minuten

ich bin mit computern aufgewachsen als das räumliche prinzip für die benutzer-oberfläche der letzte schrei war. also die analogie der computer-oberfläche zu einem schreibtisch, auf dem ich dokumente und ordner ablegen kann, dateien in den papierkorb entsorgen und geöffnete dateien, die in fenster angezeigt werden, beliebig verschieben kann.
 
diese schreibtisch-analogie hat die damals üblichen schwarzen terminal- oder dos-fenster abgelöst.
 
dank xerox und gem und mac arbeite ich heute immer noch so. ein monitor, darauf geöffnete fenster, die sich überlappen und immer ist ein teil des  schreibtischs sichtbar, auf dem ich schnell sachen ablegen kann.


 
die jungen kollegen arbeiten anders.
sie sind mit handys groß geworden.
 
zum einen arbeiten sie am rechner immer im vollbild-modus. ein programm nimmt sich den ganzen sichtbaren bereich eines monitors. wie beim handy. und da die kollegen (natürlich) mit mehreren programmen zeitgleich arbeiten müssen, brauchen sie mindestens 2 bis 3 monitore. oder 3 monitore und noch das aufgeklappte laptop-display dazu.
 
und zum anderen leben sie alle auf der dunklen seite der macht. ihre monitore bilden eine schwarze wand, da sie den dark mode eingeschaltet haben. wo ich die helle leuchtkraft des monitors schätze, bevorzugen sie dunkle hintergrundbilder und dunkle hintergründe für ihre programme. browser, office-programme, mail, alles in tiefstes schwarz getaucht.
 
das soll ganz arg augenschonend sein. ganz besonders nachts, wenn sonst der helle modus die vampir-it-ler auslöschen würde.

die biologie wird ihnen über kurz oder lang rechtgeben. war schon immer so 😃

Wolf Jäger
Geschrieben von Wolf Jäger am 25. Februar 2026
Ha! Cool ist das, wenn diese jungen Kollegen Programmierer sind und spezielle Anwendungen programmieren. Als Ultraschallprüfer für Gasdruckbehälter haben wir eine spezielle Software. Früher: 1 Monitor, Maus, Keyboard, nix Dark- Mode. Jetzt: 3 Monitore: Die Prüfkurven (Da: wird's erklärt https://chaosclub.org/?p=2939) sind nach wie vor weiß, die Datenmaske im Dark Mode- teilweise optimiert für Touch- Screens... Letzteres macht richtig "Sinn" da ein Datensatz für eine Gasflasche aus riesigen Zahlenmengen besteht. Die Maus bekommt "Kilometergeld" weil sie locker über zwei 24" Monitore gleiten kann- manchmal sucht man den Cursor. Einer der Monitore ist ein Tochscreen... Die Geschäftsführumg sucht nach Gründen für das Absinken unserer Leistungen... Das mit dem Dark- Mode empfinde ich als angenehm- da wir ja "nebenbei" auch mit den Gaspullen hantieren, ist es bei uns Tag hell- da ist es für die Augen wirklich entspannend mal nicht ins Weiße starren zu müssen. Aber über das Userinterface reden wir lieber nicht.
Kalle Admin
Geschrieben von Kalle am 25. Februar 2026
datenkolonnen in schwarzer schrift auf weißem untergrund kann ICH tausendmal leichter scannen als mit umgekehrten farben. kann aber auch jahrzehntelange übung der grund sein :-)