das tedi chaos

2. März 2026

in unserem qualitativ eher schwachbrüstigen einkaufszentrum gibt es eine woolworth-filiale und einen tedi. bekanntlicheweise gehören ja beide firmen zum imperium des deutschen milliardärs jost-stefan heinig.

im prinzip gibt es dort auch fast die gleiche ware zu gleichen preisen zu kaufen.

der große unterschied ist aber: beim woolworth ist alles sauber und aufgeräumt, während es beim tedi gegenüber aussieht, als hätte eine bombe eingeschlagen. neue ware wird nicht wegsortiert, sondern versperrt gänge und regale. und manchmal liegt mehr ware auf dem boden als im regal. hebt auch keiner auf.

so wird einkaufen zum erlebnis.

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deutsche influencer in dubai haben angst - dürfen aber nix sagen

1. März 2026

in dubai fliegen iranische raketen und die deutschen "influencer", die dort mit staatlicher förderung durch die scheichs leben, haben angst.
das ist verständlich. sie haben aber auch angst, das in sozialen medien zu schreiben.

tanja makarić: "ich kann euch offiziell nichts sagen".
nathalie bleicher-woth: "bei uns ist alles den umständen entsprechend in ordnung. ich weiß nicht, was ich sagen darf und was ich nicht sagen darf. deshalb hatte ich auch die anderen sachen gelöscht".
zara secret: "wir dürfen nichts posten! ich musste alles löschen!" wenig später verschwand auch dieser beitrag wieder aus ihrem profil.
marija bratucha: "ja, es ist eine unangenehme situation, aber nein, du darfst posten, solange du keinen bullshit laberst".

von richtigen unterwerfungs-profis können diese anfänger noch viel lernen:
fiona erdmann: "ich vertraue dubai und ich weiß, dass wir hier sicher sind. ich vertraue dem government und auch dem militär. ich habe das gefühl, dass hier alles unter kontrolle ist".

wes brot ich ess, des lied ich sing.

bis auf diese fiona habe ich zum glück noch nie von denen gehört. was für vollidioten.

UPDATE:

kim gloss: "wir fühlen uns hier gut aufgehoben. wir vertrauen dem land, wir vertrauen der regierung – und vor allem dem raketenabwehrsystem."

das wording scheint vorgegeben zu sein. was für ehrlose sprechpuppen.

quelle: t-online

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es bleibt in der familie

27. Februar 2026

stadtratswahlen sind immer auch ein zeichen, wie sehr parteien in der stadt verankert sind und aus welchem kandidatenpool sie schöpfen können.

in unserer lieben stadt mit 130.000 einwohnern zeigt sich nicht nur bei kleinparteien, dass familienmitglieder mit ran müssen, um manche stadtratsliste für die wahl zu füllen.

◉ bei der fdp kennt man sich: drei von nur 23 bewerbern laufen mit dem gleichen nachnamen durchs leben.

◉ grüne, freie wähler und csu haben genügend auswahl, um die liste mit 50 unterschiedlichen menschen zu befüllen. bei den grünen kommen 2 familiennamen jeweils zweimal vor, bei der csu gleich 4 namen je zweimal und bei den freien wählern sogar drei namen zweimal und ein name dreimal!

◉ linke und spd liefern diesmal die reinsten listen: 50 plätze für 50 unterschiedliche nachnamen.

◉ die afd hat auch keine namen doppelt, schafft es aber gerade mal 17 kandidaten aufzustellen. minusrekord. dafür enden viele nachnamen hier auf -ow oder -ov oder die vornamen sind sergej oder zoltán.

◉ aber den vogel schießt die tierschutzpartei ab! sie bringt es nur auf 22 von 50 möglichen kandidaten. und von diesen 22 auf der liste haben gleich fünf den gleichen nachnamen.

dann schaumermal, wer alles am 8. märz in den stadtrat gewählt wird.

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meine vampir-kollegen

25. Februar 2026

ich bin mit computern aufgewachsen als das räumliche prinzip für die benutzer-oberfläche der letzte schrei war. also die analogie der computer-oberfläche zu einem schreibtisch, auf dem ich dokumente und ordner ablegen kann, dateien in den papierkorb entsorgen und geöffnete dateien, die in fenster angezeigt werden, beliebig verschieben kann.
 
diese schreibtisch-analogie hat die damals üblichen schwarzen terminal- oder dos-fenster abgelöst.
 
dank xerox und gem und mac arbeite ich heute immer noch so. ein monitor, darauf geöffnete fenster, die sich überlappen und immer ist ein teil des  schreibtischs sichtbar, auf dem ich schnell sachen ablegen kann.


 
die jungen kollegen arbeiten anders.
sie sind mit handys groß geworden.
 
zum einen arbeiten sie am rechner immer im vollbild-modus. ein programm nimmt sich den ganzen sichtbaren bereich eines monitors. wie beim handy. und da die kollegen (natürlich) mit mehreren programmen zeitgleich arbeiten müssen, brauchen sie mindestens 2 bis 3 monitore. oder 3 monitore und noch das aufgeklappte laptop-display dazu.
 
und zum anderen leben sie alle auf der dunklen seite der macht. ihre monitore bilden eine schwarze wand, da sie den dark mode eingeschaltet haben. wo ich die helle leuchtkraft des monitors schätze, bevorzugen sie dunkle hintergrundbilder und dunkle hintergründe für ihre programme. browser, office-programme, mail, alles in tiefstes schwarz getaucht.
 
das soll ganz arg augenschonend sein. ganz besonders nachts, wenn sonst der helle modus die vampir-it-ler auslöschen würde.

die biologie wird ihnen über kurz oder lang rechtgeben. war schon immer so 😃

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the sand is always greener on the other side

23. Februar 2026

der sommer kann kommen!

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der talentierte mister vies marcel - oder doch nur KI dreck?

22. Februar 2026

heute wollte ich mich bei amazon mal schlau machen, was es für bücher über finnland gibt. ich bestelle nix mehr bei amazon, aber zum informieren taugt es ja hoffentlich noch.
auf der ersten trefferseite bei der suche nach "finnland" lacht mich ein freundlicher elch an: "unnützes wissen über finnland".


klingt erstmal ganz interessant, aber irgendwas macht mich stutzig. klar, es fehlt eine verlagsangabe auf dem buchcover. wer ist denn der autor? ein vies marcel.
die angaben bei "über diesen autor" sind auf englisch, die hälfte seiner anderen bücher sind englischsprachig oder polnisch. sogar ein haufen malbücher für kinder sind dabei.

dann in die "leseprobe" eines seiner ratgeber reinschauen. "because I have no one one to tak talk to?". das wird ja immer besser.

der suchmaschinen-härtetest steht an: wie zu erwarten gibt es keinerlei suchergebnisse über den autoren außer amazon oder ähnlichen links.

meiner bescheidenen meinung nach ist das œuvre dieses "autors" billigste KI-massenware. erschreckend finde ich aber, dass bei einer suche nach "finnland" so ein müll als fünfter (!) treffer bei amazon gelistet wird.

echte autoren konkurrieren nicht mehr nur mit anderen echten autoren um aufmerksamkeit beim leser, sondern auch mit synthetischen ergüssen. die zeiten für autoren oder musiker werden stürmischer.

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it′s only rock 'n roll, but I like it

21. Februar 2026

eins der wichtigsten und langlebigsten bücher in meinem besitz ist das rolling stones songbook vom zweitausendeins-verlag aus dem jahr 1977.

alle notenblätter und lyrics von den anfängen 1963 bis zum album "black and blue" 1976. zusätzlich übersetzten teja schwaner, jörg fauser und carl weissner diese 155 stones songtexte ins deutsche.



für uns teenager damals ein wahres füllhorn! endlich verstanden wir, was mick jagger und seine kollegen da vor sich hinsangen und wir konnten mit gitarren bewaffnet versuchen, unsere lieblingsstücke der stones nachzuspielen.

der einstieg in eine neue welt, eine welt, die zwangsläufig zur ersten "echten" band von mir und meinen freunden führte.

was ohne dieses buch im rückblick wahrscheinlich nie so passiert wäre. life changing. ein juwel!

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telegram sam

15. Februar 2026

oh leck, gerade festgestellt, dass in "are you receiving me?", 1978 eine der ersten singles von xtc, eine anspielung auf einen hit von t.rex drinsteckt.

"I put it in a telegram, just like the son of Sam"

ich hab das lied tausend mal gehört, aber heute das erste mal die lyrics dazu GELESEN und es fiel wie schuppen von meinen augen: telegram sam von 1972!

sehr schön, eine putzige verbindung zwischen zwei meiner absoluten lieblingsbands zu entdecken, auch wenn ich nicht gerade der schnellste war 😃

hier die youtube-videos dazu:
t.rex - telegram sam

xtc - are you receiving me?

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microsoft & CO2

13. Februar 2026

bin ja mal gespannt, wann diese meldung im windows update-fenster klammheimlich verschwinden wird, weil trump es so will:

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kimchi als waffe

12. Februar 2026

ich weiß nicht, was mich geritten hat. heute nachmittag lachte mich im supermarkt dieses wohlfeine 200ml glas feinstes kimchi an. kimchi kennt man, die koreaner lieben es, habe es selbst auch schon probiert.
ruckzuck gekauft, so weit so gut.

irgendwann am abend fiel mir meine eroberung von der einkaufstour wieder ein. mit gabel bewaffnet ab ins esszimmer. ein kleines plopp und das glas war offen, bereit für himmlischen genuss.
erste gabel voll in den mund, schmeckt ungewohnt, aber ok.



dann erster fehler: am glas gerochen. außen steht "fermentiert", na klar, man weiß, was das bedeutet. aber manchmal hat man einfach vergessen, wie sowas riecht. besonders, wenn man nicht damit rechnet.
man stelle sich vor, man hat milch im auto verschüttet und man lässt das auto im hochsommer drei wochen in der sonne stehen und man öffnet zum ersten mal die tür. oder man denkt an partys im teenageralter, wo immer jemand dabei war, sich zu übergeben. you get the point.

durch den mund atmen und die hälfte des glases heldenmutig weiteressen. das gemüse ist gar nicht schlecht. dann deckel drauf aufs glas und ab in den kühlschrank.

nur leider hat sich der geschmack der tödlichen kimchi-düfte mittlerweile im ganzen wohnbereich verteilt. und festgesetzt! kein winterliches stoßlüften, kein luft raus fächeln, kein beten hilft. der geschmack bleibt. kerzen angezündet und ausgeblasen. no hope.

in letzter panik sogar meinen endgegner bemüht: räucherstäbchen.
jetzt stinkt es anders in der wohnung. besser? besser ist ein großes wort. eher anders. anders schlecht.

auch der versuch, mit rotwein den körper zu verwirren, damit er die wahrnehmungsgrenze für das kimchi-desaster ganz hoch setzt, scheitert.

wahrscheinlich muss ich ausziehen, schade um die schöne wohnung.

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